Hoffnung für die Zukunft

Das Projekt legt einen Grundstein für die Fortführung der Traditionen und gleichzeitig für eine Entwicklung von Arbeitsplätzen in der Region. So wurden im Zuge des Projektes drei Lehrstellen für angehende Schmiede geschaffen, die perspektivisch in Paradé eine Schmiede aufbauen sollen.

 

Die Vernetzung der „Wissenden und Könnenden“, um ihre Bräuche und Techniken zu bewahren, ist darüber hinaus eine dauerhafte Errungenschaft  zum Erhalt und zur Fortführung einer Jahrtausende alten kulturellen Tradition.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projektes ist der Ansatz, auch über die Grenzen von Burkina Faso hinaus Öffentlichkeit für ihre Tradition zu wecken. Der internationale Austausch der Kulturen erweist sich für alle Beteiligten als fruchtbar. Im Sommer 2015 haben die beiden Künstler Hiwame und Doufougou Konate (siehe oben) aus Burkina Faso zusammen mit Andreas Rimkus und der Stadt Springe ein Objekt für deren Waldfriedhof aus Deistereiche und Edelstahl fertiggestellt. Dieses Projekt, das Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus, Bahai, Atheisten und Naturreligionen vereint, beeindruckte die beiden Künstler aus Burkina Faso so sehr, dass sie zu Hause in ihrem Dorf Uri einen interreligiösen Verein gegründet haben. Dieser trägt den Namen „Tchitchiguidon“, das bedeutet: „Die Vergangenheit muss nicht verloren gehen.“ Unsere Kultur, unsere Bräuche müssen erlebt werden und weiter leben. Der Vorstand des Vereins besteht aus Christen, Muslimen, Andersgläubigen, Jungen und Alten, Frauen und Männern.

 

In dieser stürmischen Zeit, in der viele Menschen - besonders aus Afrika - auf der Flucht sind, zeigt dieses Projekt auch, dass wir in kleinen Schritten positive Veränderungen bei den Menschen vor Ort erreichen können. Gemeinsam. Miteinander. Damit niemand vor Krieg oder Hunger flüchten muss.

Einen Baum pflanzen

In Burkina Faso einen Baum zu pflanzen, ist ähnlich aufwendig wie ein Kind großzuziehen. Er braucht 6-7 Jahre Pflege, damit der Baum überhaupt eine Überlebenschance hat.

Der Hammer mit zwei Köpfen

Auf Initiative von Andreas Rimkus werden künstlerisch gefertigte Hämmer hergestellt, an deren Stielende sich zwei geschnitzte Menschenköpfe befinden. Jeder Hammer ist nummeriert und ein Unikat. Zu jedem Hammer gehört eine Zange, die aus zwei mit einem Ring zusammen gehaltenen Eisenstücken besteht. In der Herstellung der Werkstücke spiegelt sich die traditionelle Verbindung von Schmiede- und Schnitzkunst in der Region wider.

 

Am Stielende des Hammers befinden sich zwei geschnitzte Menschenköpfe. Der eine schwarz, der andere weiß. Der Hammer steht somit als ein mehrschichtiges Symbol – für die Weitergabe der Traditionen von Kopf zu Kopf, für die Verbindung von Afrika und Europa und vom Wissen und Können, auf derer Schultern unser Wohlstand aufgebaut wurde.

Ein sauberes Dorf

Ouri ist zu einem Ort der Begegnung geworden. Weil vermehrt Besucher die Häuser besichtigen sollen, wird zweimal im Jahr das Dorf sauber gemacht. 

Schüler entdecken Tradition

Ganze Schulklassen besuchen Schmiede und Schnitzer. So werden die Geschichte und Wissen regelmäßig weitergegeben. Kinder lernen über ihre Traditionen direkt vor der Haustür.

Sonne aus der Steckdose

Der Solarkocher nutzt eine Ressource, die in Burkina Faso reichlich vorhanden ist – die Sonne. Und er kann durch die Schmiede in Ouri leicht selbst hergestellt werden. Er ist nicht nur nützlich, sondern vielleicht auch Inspiration für weitere Ideen, weitere Projekte, in der Hoffnung, dass künftige Generationen das Wissen der Alten für ihre Zukunft nutzen und stolz darauf sein können. 

Wiederbelebung verwaister Schmieden

Im Umkreis von Ouri gibt es ca. 10 verfallene Schmiedestätten. Ziel ist es, in der Zukunft, diese wieder zum Leben zu erwecken um mindestens zehn neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Kontakt

KulturFeuerStiftung

Andreas Rimkus

Weg zur Kunst 2
31832 Springe
Deutschland
+49 (0) 5041-61655